pax digitalis – Kunst-am-Bau-Wettbewerb General Fellgiebel Kaserne Pöcking

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Im Zeitalter des Digitalen müssen sich nationale Streitkräfte neuen Herausforderungen stellen. Angesichts weltumspannender Datennetze stellt sich die Frage nach territorialer Integrität, dessen Schutz auch Aufgabe der Bundeswehr ist. Informationstechnologien werden zunehmend komplexer und intransparenter, und damit verbunden die Unsicherheiten im Umgang mit ihnen. Im Sinne der Friedenssicherung sind deshalb sowohl Ausbildung und Schulung als auch ein unverstellter Blick auf Technologie außerordentlich wichtig.

Das vorgeschlagenen Projekt nutzt Elemente von Technologien auf eine nicht vorgesehene Weise. Die elektronischen Leiterplatten der modernen Computertechnik werden dekonstruiert, um ihre inhärente Ästhetik freizulegen. Aus dem zerlegten Material entstehen, wie selbstverständlich, neue, zuvor verborgene Figurenwelten. Im Prozess des Freilegens offenbaren sich Narrationen und Symboliken, die der Arbeits- und Lernwelt des Ortes neue Bedeutungsebenen hinzufügen. Mittels poetischer und heiter-ironischer Interventionen wird die Architektur auratisch aufgeladen. Ziel ist es, sowohl Hinweise auf die weniger evidenten Aspekte der Nutzung des Gebäudes zu geben, als auch für die NutzerInnen Verbundenheit mit dem Ort zu stiften.

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Beitrag im Kunst-am-Bau-Wettbewerb für de Neubau des Lehrsaal- und Dienstgebäudes, Geb. 200, Gestaltung im Foyer (Treppenhaus) sowie im Freibereich des Gebäudes in der General Fellgiebel-Kaserne in Pöcking, gemeinsam mit Sebastian Hertrich.