Requisit

bnd_n

Beitrag im Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Schule des BND und BfV, Berlin-Mitte

Künstlerische Konzeption
An der Schwelle zwischen der abgeschlossenen Welt des Nachrichtendienstes und der Öffentlichkeit ist dieses Gebäude ein Vermittler. Ganz in diesem Sinne ist auch die Arbeit zu verstehen, die bewusst Stereotypen und Erwartungshaltungen aufgreift, um mit ihnen zu spielen. In Form von grafisch, objekthaften Fragmenten, die wie an einem klassischen Mobile befestigt durch den Hof schweben, soll die Arbeit den gesamten, sehr beschränkten Raum in seiner Höhe und Tiefe einnehmen. Die Einzelteile sind ein überlebensgroßer „Werkzeuggürtel des Agenten“ und sind natürlich als eine augenzwinkernde Selbstbespiegelung der Branche gemeint, indem sie comic-haft aus einer anderen Zeit daherzukommen scheinen; dabei entfalten sie zugleich eine phantastisch-narrative Dimension, die verträumt Assoziationen der Kindheit weckt, während sie in Bewegung bleiben, sich drehen und somit vom Punkt des Betrachters aus stets in neuen Kombinationen eine fiktive „Agentenstory“ ergeben. Heiter, womöglich ironisch, plakativ, aber vielfältig in ihrer emotionalen und poetischen Aussage, soll die Arbeit das Feld der bereits vorgesehenen künstlerischen Interventionen auf dem Gelände präzise ergänzen.

Technische Umsetzung
Von oben hängen die Einzelobjekte frei beweglich im Hof nach dem Prinzip des klassischen Mobiles arbeitend, wobei sich primäre und sekundäre Tragelemente gegenläufig bewegen können. Die vertikale Befestigung erfolgt, aller Voraussicht nach, durch eine stabile Seilabspannung. Zu berücksichtigen und zu berechnen sind dabei, neben Gewichten, vor allem die Radien der Objekte, die so gewählt sind, dass sie die Fassaden nicht berühren können und gegen Windböen in ihrem Schwingverhalten unanfällig sind. Die komplexe räumliche Struktur muss dabei unter Beteiligung von Fachplanern präzise an die gesamte Hofsituation angepasst werden unter Einbeziehung der geplanten Bepflanzung. Alle Elemente sind in Leichtmetall ausgeführt und partiell bedruckt. Aufgrund der Einfachheit der Konstruktion und eines noch zu definierenden Ausmaßes des Gesamtgefüges der Installation, besteht gewisse Flexibilität im Bezug auf den Kostenrahmen der Arbeit.

bnd02

bnd03

bnd01

zum Wettbewerb

Gemeinsam mit Bastian Beyer und Alexander Lehnert.